Fox

Was bringt einen Menschen dazu, vom Gelegenheitsfußballer und Kellerkind zum ultramarathonlaufenden Triathleten zu werden? Meine Geschichte beginnt Mitte 2007. Ich steckte damals mitten in einer Ausbildung, mit der ich sehr unzufrieden war. Da ich jeden Abend gefrustet nachhause kam, begann ich regelmäßig zu laufen. Zunächst nur wenige Kilometer, dann immer länger, bis ich mich irgendwann an der Startlinie meines ersten Halbmarathons wiederfand.

Zu Fuß, zu Wasser und auf dem Bike

Während ich dann immer mehr lief und immer weniger Fußball spielte, kam einer meiner Kumpels mit der Idee um die Ecke, mal bei einem Triathlon zu starten, was gleichzeitig auch meine absolute Hingabe zum Solo-Ausdauersport markierte. Noch nie war ich so fertig – und gleichzeitig so glücklich den Kampf gegen mich selbst gewonnen zu haben. Etwa zu dieser Zeit begann ich auch zu Bloggen, wenn auch noch sehr amateurhaft. Mit jedem zurückgelegten Trainingskilometer – egal ob zu Land oder im Wasser – stieg meine Begeisterung. Ich meldete ich mich im Verein an und startete sogar in der zweiten hessischen Triathlonliga. Zwar mit mäßigem Erfolg, aber immerhin.

Hoch und weit…

Dann kam der Umzug ins Allgäu und der Neustart meines Blogs. Mit den Bergen vor der Tür eröffneten sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Ich hatte zuvor schon beim Zugspitz Extremberglauf mitgemacht und war dementsprechend heiß auf das, was da vor meiner neuen Haustüre lag. Und nur etwa ein halbes Jahr nach meinem ersten Marathon stand ich in den Startlöchern für meinen ersten Ultramarathon im Schwarzwald. Natürlich mit Trails und ordentlich Höhenmetern.

… und ich bezahlte prompt Lehrgeld. Mit ordentlich malträtierten Beinen war erstmal Pause angesagt. Nachdem es mir besser ging, ging es mit den Ultras gleich weiter – diesmal ohne Probleme. Ich erkundete die Bergwelt der Allgäuer Alpen beim Allgäu Panorama Marathon und verliebte mich in die Berge und ins Trailrunning – mit Triathlon war erstmal Schluss.

Zurück zu den Wurzeln

Die Strecken wurden länger und länger bis diese Entwicklung schließlich in der Teilnahme am Zugspitz Ultratrail gipfelte, den ich auch prompt finishen konnte. Danach aber fiel ich in ein kleines Loch. Wollte ich wirklich immer weiter und weiter Laufen? Da kam mir die spontane Idee es doch mal wieder bei einem Triathlon zu versuchen und sie da, nach dem Cologne City Triathlon war meine Motivation wieder da. Zwischendurch hatte ich mich im Italienurlaub noch ins Mountainbiken verliebt und schließlich war es geschehen: Der All-Terrain-Fuchs war geboren.

Apropos Fuchs. Ich werde häufig gefragt woher mein Spitzname kommt. Nun, einen buschigen Schwanz habe ich nicht. Wikipedia beschreibt den Fuchs als „anspruchslosen Allesfresser“. Ich denke, das trifft es am besten 🙂