Testbericht: Jabra Sport Pulse Bluetooth-Kopfhörer

Ich bin kein Freund von Pulsgurten. Bin ich nicht. Ich finde sie unangenehm und lasse sich meistens weg. Daher trainiere ich auch nicht nach Puls, sondern nach Pace. Dafür ist es notwendig, dass man gut in sich hinein hören kann und seinen Körper kennt. Hin und wieder schadet es selbst mir jedoch nicht, mal ein wenig den Puls im Auge zu behalten. Dann schnalle auch ich mir den Brustgurt um – widerwillig. Zumindest bis vor ein paar Wochen, denn da erreichten mich ein paar Bluetooth-Kopfhörer die versprechen, dass man damit gleichzeitig den Puls messen kann. Sie hören auf den Namen Jabra Sport Pulse und der Fuchs hat sie sich mal genauer angesehen…

Hinweis: Die Kopfhörer wurden mir von Jabra kostenfrei zur Verfügung gestellt, die hier geschilderten Meinungen wurden allerdings nicht von Dritten beeinflusst.

Jabra Sport Pulse – Unboxing

Schnipp, schnapp und offen ist der Karton. Heraus purzelt ein weitere Karton, in dem sich die Kopfhörer befinden, sowie eine Karte und ein Flyer von Gangway e.V., einem Verein, der Menschen dabei hilft, wieder auf die Beine zu kommen. Auf der Karte steht ein netter Gruß sowie der Hinweis, dass mir die Kopfhörer kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, ich aber gerne eine Spende für die Aktion hinterlassen kann. Das finde ich absolut erwähnenswert und bin der Bitte natürlich gleich nachgekommen.

Im eigentlich Karton verstecken sich dann natürlich die Kopfhörer, mit einem süßen kleinen Etui zur Aufbewahrung und zahlreichen Eargel-Ohrstopfen und EarWings, die zur Anpassung der Hörer an die individuelle Ohrform dienen. Außerdem mit dabei: Ein kleines Micro-USB-Ladekabel.

Testbericht Jabra Pulse Sport (c) foxletics.com

Jabra Sport Pulse - die Features

Wie schon eingangs erwähnt, ist das wohl herausragendste Feature der Bluetooth-Kopfhörer, dass sie in der Lage sind, den Puls über das Ohr zu messen. Das funktioniert über optische Sensoren – ähnlich der Pulsmessung am Handgelenk, wie sie bei vielen Sportuhren zum Einsatz kommt und erfordert natürlich eine gut eingestellte Passform, weshalb auch so viel Zubehör dabei ist. Ãœber die zugehörige Jabra-App kann man das Training und den Puls verfolgen und aufzeichnen, wobei die Jabra Sport Pulse auch mit anderen Apps wie Endomondo und Strava funktionieren. Die App erkennt übrigens automatisch die verschiedenen Musik-Quellen auf dem Smartphone und lässt einen die passende auswählen. Außerdem hat man die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Aktivitäten und verschiedenen Trainingszielen zu wählen. Die App teilt – wenn gewünscht – regelmäßig den Puls, die Distanz und die Geschwindigkeit mit. Allerdings auf Englisch. Auch verschiedene Fitnesstests sind möglich.

Die Bedienung der Kopfhörer erfolgt über einen Knopf direkt am linken Kopfhörer, sowie über eine kleine Steuereinheit, die am Kabel unterhalb des rechten Kopfhörers befestigt ist. Hier befindet sich auch das Mikrofon, denn man kann mit ihnen natürlich auch telefonieren. Der USB-Port zum Aufladen ist unter dem EarWing des rechten Hörers versteckt. Last but not least: Durch den Spritzwasserschutz kann man damit auch prima durch den Regen laufen!

Testbericht Jabra Pulse Sport (c) foxletics.com

Jabra Sport Pulse – In der Praxis

Das Erste was man hört ist… das man nichts hört. Die Kopfhörer haben eine sehr starke Geräuschunterdrückung, wodurch man nur noch wenig um sich herum mitbekommt. Das kann einem gefallen, bei mir hat es hin und wieder zu  Schreckmomenten geführt, wenn ein Radler vorbei geschossen kam.

Aber fangen wir von vorne an. Mit einem langen Druck auf die mittlere Taste an der Fernbedienung werden die Bluetooth-Kopfhörer aktiviert. Das Verbinden mit dem Smartphone über die Bluetooth-Schnittstelle verläuft soweit problemlos. Auch die App erkennt die Kopfhörer sofort. Ich werde zur Eingabe meiner Daten aufgefordert und komme danach in den Trainingsmodus. Hier wähle ich die Aktivität und die Musikquelle und drücke auf Start. Eine elektronische Stimme gibt mir zu verstehen, dass mein Puls gefunden wurde und zählt daraufhin von 10 runter. Es geht los!

Jeden Kilometer erhalte ich nun Updates zu meinem Tempo, meinem Puls und weiteren Daten, die ich in den Einstellungen frei festlegen kann. Ich kann die Benachrichtigungen natürlich auch komplett abstellen oder die Ansageintervalle einstellen. Alternativ kann ich die Ansagen auch über den Knopf am linken Ohrstöpsel aktivieren. Mit der am Kabel angebrachten Fernbedienung lässt sich die Musik pausieren, man kann vor- oder zurückschalten und die Lautstärke regulieren. Das funktioniert dank der Relief-Knöpfe, die leicht zu ertasten sind, sehr gut und intuitiv – so soll es sein.

Die Musikqualität ist für meine Bedürfnisse absolut ok – Bässe könnten etwas härter sein, das stört den Genuss der Hörbücher aber nicht, die ich ohnehin häufiger höre. Auch die Passform ist sehr angenehm, man kann das Kabel auch noch mit einem mitgelieferten Binder anpassen. Aber was ist mit der Herzfrequenz? Passt die? Für meine Begriffe ja. Gefühl und Pulswerte waren stets übereinstimmend und auch bei einem Test, bei dem ich gleichzeitig den Brustgurt meiner Ambit im Einsatz hatte, waren die Werte bis auf nur wenige Schläge deckungsgleich.

Testbericht Jabra Pulse Sport (c) foxletics.com

Jabra Sport Pulse – Das Fazit

Die Jabra Sport Pulse sind mein zweites Paar Bluetooth-Kopfhörer. Generell finde ich sie sehr praktisch, vor allem wegen der Pulsmessung, die ich sonst sehr selten bis gar nicht nutzen würde. Die Bediengung geht recht leicht von der Hand und der Funktionsumfang der App gefällt besonders gut – das erspart unter Umständen den Kauf einer Lauf/Pulsuhr. Für meinen Geschmack dürften die Umgebungsgeräusche etwas mehr durchdringen. Das ist beim Laufen in ländlichen Regionen nicht schlimm, aber sobald man in der Stadt oder im Park joggt, kann es zum ein oder anderen Herzsprung kommen.

Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 6 Stunden angegeben, was grob passt. Die App gibt die verbleibende Laufzeit an, so dass man grob weiß, wann es wieder Zeit für eine neue Ladung ist. Preislich liegen die Jabra Sport Pulse Bluetooth-Kopfhörer bei 199,95€ (UVP), sind aber im Netz schon deutlich günstiger zu haben. Ein Kauftipp für alle, die wie ich keine Lust auf Brustgurte haben und gerne ungestört Musik hören!

 

Testbericht Jabra Pulse Sport (c) foxletics.com

Jörn

Jörn

... mag Kuchen, treibt liebend gerne Ausdauersport und ist vor allem im Triathlon beheimatet. Hat Ernährungswissenschaften studiert und ist das schlechteste Vorbild, wenn es um Essen geht. Und sonst: Berge, Trails, Schnee.
Jörn

2 Comments

  1. Ansgar sagt:

    Prima Test! Wie ist es mit dem Kabel im Nacken? Stört es? Welche Kopfhörer benutzt Du bisher?

    Gruß Ansgar

    • Fox sagt:

      Ola! 🙂 Kabel macht sich nicht groß bemerkbar. Bisher und auch weiterhin nutze ich nebenbei die plantronics backbeat fit. Schlicht, weil man mit denen besser Umgebungsgeräusche wahrnimmt 🙂

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