Der Trail-Gott muss ein Schwabe sein

… davon bin ich fest überzeugt – und das nicht erst seit gestern! Da nämlich fand das zweite Trainingsrennen für den Lichtenstein-Trailmarathon statt. Auf dem Programm stand die zweite Hälfte der Marathondistanz und damit nicht weniger als +/- 25 km und 900 Höhenmeter. Nach einer echt anstrengenden Woche, für mich nochmal ein Gradmesser für meine Fitness. Also habe ich mich aufs Rad geschwungen, um mich mit etwa 50 anderen Trailliebhabern am Sportgelände Berg zu treffen und es nochmal richtig krachen zu lassen…

Eine Albsteige zum Frühstück

Damit noch ein paar Radkilometer auf dem Tacho landen, nutze ich die knapp 17 km lange Anfahrt als Warmup. Mir war aber irgendwie nicht ganz klar, dass da ja eine der berüchtigten Albsteigen mit drin ist. Ich schlängele mich also durch die Reutlinger Wohngebiete und merke schon hier, dass meine Oberschenkel nicht so recht warm werden wollen. Dementsprechend zäh gestaltet sich der lange, stetig ansteigende Weg zu meinem Ziel und hinten raus dürfte mein Puls schon recht hohe Höhen erreicht haben.

Ich bin noch recht früh dran und es sind recht wenig Läufer vor Ort. Mir bleibt also genug Zeit zum Umziehen und als ich fertig bin, ist der Parkplatz schon deutlich befüllter. Es erscheint mir aber keine gute Idee gewesen zu sein, heute auf eine ganz kurz Hose zu setzen, denn es ist ziemlich zugig und kalt. Ähnlich muss es auch einigen anderen Läufern gegangen sein, die ungeduldig auf der Stelle herumhüpfen, bis sich Dennis Wischnewski himself  an die Schar richtet. Nach einer kurzen Ansage – „Es ist quasi unmöglich sich zu verlaufen“ – und einem Gruppenfoto geht es dann endlich los.

Bild Nr. 30

Bild Nr. 30

Lasst das Trail-Fest beginnen

Schon letztes Jahr war ich vom Halbmarathon in Lichtenstein mehr als begeistert. Und so sind die Erwartungen an das heutige Streckenscouting natürlich extrem hoch. Geschlossen geht es erstmal ne ganze Weile bergauf, bis wir schließlich auf der Alb ankommen. Ab hier darf jetzt jeder in seinem Tempo die Strecke hinter sich bringen und ich pendle mich zusammen mit einigen anderen bekannten Gesichtern bei einem ziemlich flotten Schritt ein. Immer wieder setze ich mich etwas ab, warte auf den Rest und knipse ein paar Fotos.

Ich bin wirklich überrascht, dass ich trotz einer harten Trainingswoche gerade auf den flachen Stücke jede Menge Gas geben kann und sogar manchmal in Richtung 5:00er Pace tendiere. Seichte Bergaufpassagen werden im Laufschritt gemeistert und auch die meisten Downhills sind für mich als Angsthase sehr gut laufbar. Bei den langen Anstiegen werden die Hände auf die Oberschenkel gestützt und es geht stoisch nach oben. Wahnsinn, wie gut das heute geht.

Bild Nr. 13

Bild Nr. 13

Zwischendurch drücke ich mir zwei Gels in den Kadaver. Verschnaufpausen gibt es nur an den zahlreichen schönen Aussichtspunkten an der Strecke, von denen aus man einen wunderbaren Blick über schwäbische Alb genießen kann. Zwischendurch muss ich immer mal wieder nach den Markierungen Ausschau halten, denn es geht auch gerne mal Querfeldein und die kleinen gelben Punkten sind hier schwer auszumachen.

Der letzte Downhill hat es dann richtig in sich. 1,6 km lang bei ca. 220 m Höhenunterschied. Perfekt zu laufen und ich gebe nochmal richtig Gas, so dass ich mutterseelenalleine im Tal ankomme. Wieder folge ich den gelben Markierung, muss aber irgendwo was übersehen haben. Irgendwie kommt mir das hier bekannt vor. Hier sind wir heute schon gelaufen. Verdammt – also wieder retour, wo mir schon Julia entgegenkommt und mir andeutet, das wir nach Untershausen rein müssen.

Ich aktiviere die „Zurück zum Start“-Funktion meiner Uhr, die mir anzeigt, dass das Ziel nur 500 m Luftlinie entfernt liegt. Allerdings müssen wir dafür den Berg hoch. Da auch nach einigen Minuten noch kein anderer Läufer in Sicht ist müssen wir feststellen, dass wir uns wohl zusammen verlaufen haben. Wir versuchen es also erstmal der Nase nach. Was leider nicht funktioniert. Ich zücke mein Smartphone und schaue auf der Karte nach. Ein Stück Retoure und wir finden endlich den Weg, der zurück zum Sportgelände führt. Nur eben von der anderen Seite. So viel zum Thema „Man kann sich nicht verlaufen“. 😉

Bild Nr. 38

Bild Nr. 38

Freut euch auf ein geiles Trail-Wochenende

Genial – vielmehr fällt mir zur Strecke nicht ein. Für wen Mittelgebirgstrails das Non-Plus-Ultra sind, für den sollte der Lichtenstein Trail-Marathon Pflichtprogramm sein. Und nicht nur der, denn schon ab Donnerstag gibt’s im dazugehören Camp und beim Revierguide Trails satt. Die Hohenzollern Trailrunner stellen die Guides und zeigen euch, wo man es rund um die verschlafene Gemeinde Lichtenstein krachen lassen kann. Der Fuchs wird sich aufgrund anderer terminlicher Verpflichtungen leider nur zum Marathon am Samstag einfinden – dafür geht’s dann aber richtig rund!

Denn auch nach 27 km und 1000 Höhenmetern, die nachher auf der Uhr standen, muss ich feststellen, dass die Form passt! Leude, des wird GEIL!

Ich freue mich auf euch,

euer Fuchs!

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Jörn

Jörn

... mag Kuchen, treibt liebend gerne Ausdauersport und ist vor allem im Triathlon beheimatet. Hat Ernährungswissenschaften studiert und ist das schlechteste Vorbild, wenn es um Essen geht. Und sonst: Berge, Trails, Schnee.
Jörn
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2 Comments

  1. neckarine sagt:

    Hihihi solange Du in 4 Wochen nicht den Abzweig zum Ziel verpasst ist alles gut ☺

    Sehr schöne Bilder!

    Hab ich schon erwähnt das ich Schwabe bin? 😉

    Die Alb ist ein geniales Trailrevier…

    Bis bald!

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