Gourmet-Burger

Ein guter Burger zeichnet sich für mich durch ein richtig gutes Brötchen, hochwertiges Fleisch und einen gut aufeinander abgestimmten Belag aus. Das kann der Klassiker mit Ketchup, Majo, Gurken, Salat und Käse sein, aber das ist für mich schon seit langem nicht mehr das Maß aller Dinge. Sicher, der gute alte Cheeseburger ist Klasse und steht auch bei mir immer mal wieder auf dem Speiseplan. Aber Burger können so viel mehr sein! Deshalb experimentiere ich gerne und oft und nutze Zutaten, die man mit dem Fast Food nicht unbedingt in Verbindung bringt. Heute präsentiere ich euch meine neuste Kreation: Der Gourmet-Burger. Fangen wir mit dem elementarsten an:

Teil 1: Das Burger-Brötchen:

Das perfekte Rezept zu finden ist schwierig. Prinzipiell basiert es auf einem nicht zu süßen Brioche-Teig. Im Internet findet man so viele Anleitungen, das einem schwindelig wird. Teilweise sogar mit genauen Knet-Anleitungen. Das bisher beste habe ich auf dem Blog von Jörn Fischer gefunden. Es ist relativ einfach und geht recht schnell, wobei ich es noch etwas abgewandelt habe und auch Eier in den Teig gebe:

Zutaten (für 5-6 Buns)
180 g Milch (mindestens 3,5% Fettanteil)
40 g Butter
330 g Mehl Typ 550 (aufteilen in 150 g und 180 g)
15 g Zucker
5 g Salz
½ Würfel frische Hefe
2 Eier (eines zum Bestreichen der Brötchen
Sesam

Als erstes wird die Milch auf eine handwarme Temperatur gebracht, um dann mit dem Zucker und der Hefe verquirlt zu werden. Beiseite stellen. Salz und Mehl zusammenschütten und verrühren. Dann die Butter in das Salz-Mehl-Gemisch geben und mit der Hand unterkneten. Die Hefe-Zucker-Milch jetzt zu Mehl geben und mit dem Knethaken mehrere Minuten kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Keine Angst, der soll etwas weicher sein. Dann abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und den Teig in gleichgroße Teile aufteilen. Dann mit den Händen ovale Scheiben mit einer Höhe von etwa 2 cm formen und in der Mitte etwas eindrücken. Mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Sesam bestreuen. Backen, bis sie oben goldbraun sind. Vor dem Verzehr am besten Abkühlen lassen.

Gourmet-Burger (c) foxletics.com

Teil 2: Der Belag

Ich mache mir immer relativ viele Gedanken, was auf einem Burger funktionieren könnte. Die Inspiration zu meinem Gourmet-Burger kam mir, als ich Schweinefilet mit Gorgonzola und Rotwein-Zwiebeln genossen habe. Das Ganze passt schließlich auch perfekt zu Rindfleisch. Und mit noch ein paar weiteren kleinen Extras, wird es nur umso besser. Also fangen wir an:

Zutaten:

pro Pattie etwa 150 g Fleisch – vom Metzger des Vertrauens!

150 g Gorgonzola
100 ml Sahne

50 g Walnüsse
50 mlOlivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie

2 Zwiebeln (Weiß)
100 ml Rotwein

1 Bund Lollo Bionda

1 Birne
3 EL Weißweinessig
1 Prise Zimt
Zucker, Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Aus dem Hackfleisch die Patties formen. Ich mache sie immer etwas größer als das Brötchen und etwa 1,5 cm hoch. Danach friere ich sie ein, so etwa eine Stunde vor dem Essen. Durch das Anfrieren behalten sie nachher besser die Form.

Die Sahne auf mittlerer Stufe erhitzten und den Gorgonzola hineinbröckeln. Unter ständigem rühren den Käse schmelzen lassen und gegebenenfalls abschmecken. Abkühlen lassen, damit die Masse wieder anzieht.

Die Walnüsse zusammen mit der Knoblauchzehe, der Petersilie sowie Salz, Pfeffer und Olivenöl in einen Mixer geben und häckseln. Die Konsitenz sollte eher etwas fester als bei regulären Pestos sein, damit man es gut verschmieren kann. Eventuell noch ein paar Nüsse nachgeben.

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und zusammen mit dem Zucker karamellisieren lassen. Dann den Wein zugeben und das ganze so lange Einkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit etwas Salz abschmecken.

Die Birne in möglichst kleine Stücke schneiden und ebenfalls mit einem Löffel Zucker karamellisieren. Mit dem Essig ablöschen und einkochen lassen. Wasser zugeben und weiterkochen, falls die Birnen noch zu weich sind. Mit Zimt und etwas Salz abschmecken.

Den Salat zupfen und waschen und das Fleisch aus dem Gefrierschrank holen. Das Fleisch bei mittlerer Hitze langsam braten, bis es von beiden Seiten schon dunkel, aber noch nicht schwarz ist. Zwischendurch mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsicht ist geboten, wenn der Fleischsaft austritt, denn dann ist das Fleisch durch.

Teil 3: Der Zusammenbau

Zunächst die Brötchen aufschneiden und auftoasten. Dann beide Seiten mit der Walnuss-Pesto bestreichen. Auf die untere Brothälfte einen Esslöffel Birnenchutney geben, dann den Salat darüber legen. Auf den Salat einen Esslöffel der Rotweinzwiebeln platzieren. Jetzt das Fleisch auflegen und mit der Gorgonzola-Creme bestreichen. Dann die obere Hälfte des Brötchens aufsetzen und… Naja, ab dafür in den Mund und genießen.

Die Zubereitung ist zwar sehr aufwendig, beim ersten Bissen werdet ihr aber feststellen, dass es absolut lohnenswert ist.

Zum Schluss noch ein Tipp für Vegetarier: Das Fleisch kann man hier prima durch große Champignons ersetzen. Einfach den Stil entfernen und den Schirm wie das Fleisch anbraten.

Gourmet-Burger (c) foxletics.com

 

 

Jörn

Jörn

... mag Kuchen, treibt liebend gerne Ausdauersport und ist vor allem im Triathlon beheimatet. Hat Ernährungswissenschaften studiert und ist das schlechteste Vorbild, wenn es um Essen geht. Und sonst: Berge, Trails, Schnee.
Jörn
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2 Comments

  1. Daniel sagt:

    Nun hast Du es geschafft, dass ich zum ersten mal in meinem Leben einen Kommentar zu einem Burger-Blog abgebe … ich weiß nicht in wie weit es überhaupt Burger-Blogs gibt und wie die Burger-Blog-Szene so arbeitet… aber eines ist klar, sie versaut jegliches Diätvorhaben.

    Wie immer tolle Bilder die wahnsinnig Lust darauf machen, dass Ding in 0,nix zu verspeisen. Ich nehm das ganze mal auf meine to-koch-Liste auf, vor allem die „Herausforderung“ die Burger Buns selbst zu machen, bisher hab ich die Dingers immer selbst gekauft oder bin auf Brötchen ausgewichen. Letztlich ja gar kein so großes Ding.

    • Fox sagt:

      Hab schon überlegt, ob ich nen zweiten Blog aufmache 😀 aber der Arbeitsaufwand… Ich will auf jeden Fall Beweisfotos sehen, wenn es soweit ist 😀

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